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Makrozoobenthos

Das Modul-Stufen-Konzept zur Untersuchung und Beurteilung der Fliessgewässer enthält Erhebungsverfahren in drei Intensitätsstufen für die Bereiche Hydrodynamik und Morphologie, Biologie sowie chemische und toxische Effekte. Der vorliegende Bericht beschreibt die Methode auf Stufe F (flächendeckend), mit welcher Fliessgewässer anhand ihrer Besiedlung mit wirbellosen Kleinlebewesen am Gewässergrund (Makrozoobenthos) beurteilt werden können. Ziel ist die grobe Bestimmung des biologischen Gewässerzustandes der Fliessgewässer eines grösseren Gebietes.

Es werden diejenigen Makroinvertebraten erfasst, deren Lebenszyklus sich zu einem wesentlichen Teil in den für das Gewässer typischen Teillebensräumen im Wasser abspielt. Es gelangen dabei einfache Sammelmethoden wie «Kick-Sampling» und Absammeln festsitzender Organismen von grobem Substrat zur Anwendung. Die Probenauswertung auf Stufe F basiert auf der standardisierten Berechnung eines Qualitätsindexes. Es wird dabei von der vereinfachten Annahme ausgegangen, dass eine anthropogene Beeinträchtigung der Fliessgewässer in der Regel zu einer Verringerung der biologischen Vielfalt führt, von der insbesondere bestimmte Insekten betroffen sind. Für die Beurteilung des biologischen Gewässerzustandes werden die berechneten Indexpunkte einer von fünf Qualitätsklassen zugeordnet. Die numerische Bewertung wird mit einer verbalen Charakterisierung des biologischen Gewässerzustandes ergänzt.

 

Box

Köcherbild (Odontocerum albicorne).

Foto: Heini Vicentini

 

Modul Makrozoobenthos

 

Feldprotokolle