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Fliessgewässer

Integrierte Gewässerüberwachung in der Schweiz

Das Gewässerschutzgesetz vom 24.1.1991 geht von einem umfassenden Schutzgedanken aus. Gewässer sollen vor allen negativen Einwirkungen, also nicht nur vor Verunreinigung durch Abwasser geschützt werden, damit sie ihre vielfältigen Funktionen als Lebensräume für Pflanzen und Tiere, aber auch als Nutzungsobjekte erfüllen können. Diese Funktionen und die verschiedenen Gewässerbelastungen müssen bei der Gewässerbeurteilung in Rechnung gestellt werden. Diese soll sowohl überblicksmässig für einen Kanton oder eine Region wie auch vertieft für einzelne Gewässer und Gewässersysteme erfolgen. Diesen Anforderungen kann mit einem modular aufgebauten Untersuchungskonzept entsprochen werden. Damit werden die Empfehlungen von 1982 über die Untersuchung der schweizerischen Oberflächengewässer wesentlich erweitert.

In drei verschiedenen Intensitätsstufen sind Erhebungsverfahren in den Bereichen Hydrologie, Ökomorphologie, Biologie (Ufer und Umlandvegetation, höhere Wasser- und Sumpfpflanzen, Algen, Makrozoobenthos, Fische), Wasserchemie und Ökotoxikologie vorgesehen. Der multidisziplinäre Ansatz soll eine integrale Beurteilung der Fliessgewässer erlauben, aufgrund derer Defizite erkannt und Massnahmenpläne entwickelt werden können. Die verschiedenen Module werden in separaten Teilpublikationen vorgestellt; der vorliegende Text erläutert die Grundzüge des modularen Konzeptes, verweist auf die rechtlichen Grundlagen und diskutiert Ziel und Zweck der Methodensammlung.

 

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Urlandschaften Galterntal 2004

Foto: Pascal Vonlanthen

 

Fliessgewässer Konzept