wasserpflanzen (MAKROPHYTEN)
Wasserpflanzen als Indikatoren für die Fliessgewässerbewertung
Als Makrophyten bezeichnet man alle Wasserpflanzen, die
von blossem Auge erkennbar sind. Eingeschlossen sind Gefässpflanzen,
Moose und makroskopische Algen.
Makrophyten sind ein wichtiger Bestandteil vieler Fliessgewässer.
Sie strukturieren den Lebensraum für Fische und Kleinlebewesen, bieten
Schutz vor starker Strömung und Räubern, dienen als Substrat
für die Eiablage und bilden als Primärproduzenten eine wichtige
Nahrungsgrundlage. Überdies spielen sie eine bedeutende Rolle im
Sauerstoffhaushalt und im Nährstoffkreislauf vieler Fliessgewässer.
Makrophyten eignen sich aus verschiedenen Gründen als
Indikatoren für die Fliessgewässerbewertung: Sie sind weit verbreitet
und lassen sich im Feld relativ einfach kartieren und bestimmen. Aufgrund
ihrer Standortskonstanz bilden sie die vorherrschenden Bedingungen im
Gewässer ab, was Rückschlüsse auf örtliche Belastungen
erlaubt. Viele Taxa sind mehrjährig, womit sie die Verhältnisse
im Gewässer über längere Zeiträume hinweg integrieren.
Durch ihre enge Bindung an die hydraulisch-strukturellen Bedingungen im
Gewässer weisen Makrophyten insbesondere auf anthropogene Beeinträchtigungen
des Gewässerlebensraums hin (z.B. Verbauungen des Böschungsfusses).
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| Foto: AWEL ZH |
Foto: EAWAG |
Foto: EAWAG |
Stand der Arbeiten in der Schweiz
Im Bereich der Biologie sieht das Modul-Stufen-Konzept
neben einer Beurteilung der Fischgemeinschaft, des Makrozoobenthos und
der Kieselalgen auch eine Bewertung anhand der aquatischen Vegetation
vor. Vorkommen und Verbreitung von Makrophyten in der Schweiz sind jedoch
noch relativ wenig untersucht. Die Entwicklung einer gesamtschweizerischen
Makrophyten-Bewertungsmethode erfolgt deshalb in zwei Schritten:
In einem ersten Schritt wird eine Anleitung zur standardisierten Probenahme
zur Verfügung gestellt. Die Anleitung beschreibt, wie Untersuchungsabschnitte
bestimmt und Pflanzen- und Umweltparameter erhoben werden. Sie beschränkt
sich auf die Probenahme, enthält also keine Anleitung zur Bewertung.
Sie ist jedoch so konzipiert, dass die gewonnenen Daten mittels bereits
bestehender Methoden aus Deutschland, Österreich, Frankreich und
dem Kanton Zürich bewertet werden können.
Gemäss dieser Anleitung ausgeführte Untersuchungen sind miteinander
vergleichbar. Sie tragen damit zur Vergrösserung einer einheitlichen
Datengrundlage bei, die zur Entwicklung einer schweizweit gültigen
Bewertungsmethode für die aquatische Vegetation unabdingbar ist.
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| Wasserpflanzen: Anleitung
zur Probenahme (Version 2009) |
Download Anleitung
(pdf, 1.07 MB) |
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Makrophyten: Taxaliste (Version 2009) |
Download Taxaliste (Excel,
52 KB) |
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In einem zweiten Schritt soll der bereits bestehende Methoden-Ansatz
aus dem Kanton Zürich spezifisch evaluiert und überarbeitet
werden. Insbesondere ist zu klären, welche Anpassungen an der Methodik
nötig sind, damit eine gesamtschweizerische Anwendung möglich
wird.
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