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Ökotoxikologie
Durch den Aufbau eines umfassenden Systems von Kläranlagen zur Reinigung von Abwasser aus Haushalten, Industrie und Gewerbe hat sich die stoffliche Belastung vieler Fliessgewässer in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten stark verringert. Dennoch gelangt über die Einleitung geklärten Abwassers und mit Regenwasser von versiegelten Flächen sowie aus der Landwirtschaft eine sehr grosse Zahl verschiedenster Chemikalien in meist geringen Konzentrationen in unsere Gewässer. Viele dieser Che-mikalien sind mit chemischen Analysen nicht oder nur mit aufwändigen Methoden nachzuweisen. Zudem ist die Wirkung des Gemisches von Chemikalien in Gewässern bei geringen Konzentrationen weitgehend unbekannt. Effekte von Stoffen mit gleichen Wirkungen können sich aufaddieren, sie können sich möglicherweise gegenseitig hemmen, oder es treten synergistische Effekte auf. Welche Auswirkungen das Chemikaliengemisch auf die Ökosysteme unserer Fliessgewässer hat, ist nicht bekannt. Zur Klärung dieser Frage bieten sich ökotoxikologische Methoden an, bei denen der Einfluss von Wasserproben auf Zellen oder Organismen untersucht wird. Im Modul Ökotoxikologie soll in einem zweistufigen Verfahren das toxische Potential von Wasserproben untersucht werden. In einem ersten Schritt wird das toxische Potential durch Screeningtests mit zellulären Testbatterien ermittelt. Die untersuchten Effekte umfassen: Direkte Zelltoxizität, Hemmung der Photosynthese, DNA - Schäden, Reproduktionsschäden (östrogene und andere hormonelle, nicht östrogene Effekte). Erst wenn auf der Stufe der Zellen toxische Effekte festgestellt werden, wird in einem zweiten Schritt anhand von ausgewählten Organismen überprüft, ob das toxische Potential auch in Organismen zu negativen Effekten führt. Das Modul Ökotoxikologie befindet sich zur Zeit in Entwicklung an der EAWAG. Vorgehen im Modul Ökotoxikologie
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letztes
Update, 16. Juni 2010, J.A. Schlosser
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