Eawag - Das Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs
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Ökomorphologie

Untersuchung und Bewertung der Strukturen im und am Gewässer

Unter der Ökomorphologie versteht man die strukturelle Ausprägung eines Gewässers und dessen Uferbereiches. Mit dem Bau von Siedlungen und Verkehrswegen sowie der Intensivierung der Landwirtschaft wurde der Raum der Fliessgewässer in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend eingeengt. Umfangreiche bauliche Massnahmen veränderten den natürlichen Lauf der Bäche, um Infrastruktur und landwirtschaftliche Kulturen vor Schäden durch Hochwasser zu schützen. Diese Verbauungen beeinträchtigen vielerorts die ökologische Funktionsfähigkeit der Gewässer. Damit ein Gewässer seine Funktion als Lebensraum erfüllen kann, braucht es nicht nur eine gute Wasserqualität, sondern naturnahe morphologische und hydrologische Bedingungen. Das Gewässerschutzgesetz und die Gewässerschutzverordnung bilden die gesetzliche Grundlage dieses Ziels und streben neben einer guten Wasserqualität auch eine naturnahe Morphologie der Gewässer an.

Foto: E. Schager, EAWAG

 

Ökomorphologie Stufe F
(Flächendeckend)

  NEU: Ökomorphologie Stufe S
(Systembezogen)

Das Modul Ökomorpholgie Stufe F wurde als erste Methode des Modul-Stufen-Konzeptes 1998 publiziert. Die Methode ermöglicht eine flächendeckende Beurteilung der Naturnähe der Fliessgewässer in einer Region. (z.B. Kanton)

Bis April 2006 haben 24 Kantone rund 30'650 km Gewässer erhoben. Die Ergebnisse werden im Bericht Strukturen der Fliessgewässer in der Schweiz (2009) präsentiert.

 

Das Modul Ökomorphologie Stufe S stellt eine Ergänzung zur Ökomorphologie Stufe F dar. In ausgewählten Einzugsgebieten werden die morphologischen Defizite auf der Basis der Daten aus Stufe F analysiert.

Resultat der Methode ist ein nachvollziehbares Konzept für Aufwertungsmassnahmen inkl. Prioritäten.

 
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 letztes Update, 18. August 2010, J.A. Schlosser