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Einleitung
Bäche und Flüsse der Schweiz sind Teil einer von
Menschen vielfältig und intensiv genutzten Landschaft. Sie sind von
Siedlungen, Landwirtschaftsland und Strassen umgeben, sie werden zur Energiegewinnung
gestaut, zur Sicherung gegen Hochwasser verbaut, und sie nehmen gereinigtes
Abwasser aus Kläranlagen auf. Diese Nutzungen beeinflussen die Gewässer
als natürliche Ökosysteme.
Nachdem
sich der Gewässerschutz früher auf die Reduktion der chemischen
Belastung konzentriert hatte, steht heute der ganzheitliche Schutz der
Fliessgewässer als Ökosysteme im Vordergrund. Während sich
die Wasserqualität durch den Bau von Kläranlagen in den letzten
Jahrzehnten stetig verbessert hat, verringerte sich der Raum, der den
Gewässern zugestanden wurde, durch den Bau von Siedlungen und Strassen
sowie durch die Intensivierung der Landwirtschaft. Dadurch wurde ihre
ökologische Funktionsfähigkeit eingeschränkt, Lebensraum
ging verloren.
Ein umfassender Schutz der Gewässer bedingt genaue
Kenntnisse über ihren Zustand. Dies macht die Untersuchung nicht
nur der Wasserchemie sondern auch der Lebensgemeinschaften von Tieren,
Pflanzen und Mikroorganismen sowie der Struktur der Gewässer nötig.
Das Modul-Stufen-Konzept bildet den Rahmen für eine solche ganzheitliche
Gewässeruntersuchung und Bewertung. Das Konzept richtet sich nach
dem umfassenden Schutzgedanken des Gewässerschutzgesetzes vom 24.
Januar 1991 und der Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998.
Es ist aus Teilmethoden, sog. Modulen, aus den Bereichen Hydrologie und
Morphologie, Biologie sowie Chemie und Ökotoxikologie aufgebaut.
Die Untersuchungen sind in drei Stufen unterschiedlicher Bearbeitungsintensität
unterteilt.
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