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Chemisch-physikalische Erhebungen,
Nährstoffe
Messung und Beurteilung chemischer Wasserinhaltsstoffe
Die chemische Untersuchung von Gewässern hat in der
Schweiz eine jahrzehntelange Tradition. Nachdem die stoffliche Belastung
in der Mitte des letzten Jahrhunderts einen Höhepunkt erreicht hatte,
veranlasste das Gewässerschtutzgesetz von 1955 den systematischen
Aufbau eines Netzes von Abwasserreinigungs-anlagen. Damit konnte die Belastung
der Gewässer durch häusliche, gewerbliche und industrielle Abwässer
stark reduziert werden. Die grossen Erfolge im baulichen Gewässerschutz
sind vor allem in grösseren Gewässern deutlich sichtbar.
Dennoch ist die chemische Untersuchung der Gewässer
nach wie vor nötig, diffuse Einträge, vor allem aus der Landwirtschaft
und der Entwässerung versiegelter Flächen beeinträchtigen
die Wasserqualität. Zum Teil genügt die Qualität auch unterhalb
von Kläranlagen den Anforderungen nicht, weil das Verhältnis
zwischen eingeleitetem gereinigtem Abwasser und der Wasserführung
des Gewässers ungünstig ist oder bestimmte Stoffe zuwenig abgebaut
werden.
Mit den Untersuchungen im Rahmen des Modul-Stufen-Konzeptes
sollen Gewässerabschnitte ermittelt werden, in denen die Wasserqualität
den Anforderungen nicht genügt. Während grössere Bäche
und Flüsse regelmässig beprobt und chemisch untersucht werden,
ist die Belastungssituation vieler kleinerer Bäche nicht bekannt.
Diese Lücke soll mit Untersuchungen auf der Stufe F des Moduls Chemisch-physikalische
Erhebungen, Nährstoffe geschlossen werden.
Ziele
Der Anhang 2 GSchV gibt Anforderungen vor für Stoffe,
die in der Umwelt zu Problemen führen. Das vorliegende Modul «chemisch-physikalische
Erhebungen, Nährstoffe» gibt Hinweise auf Auswahl, Probenahme
und Beurteilung solcher Stoffe. Die Problematik der organischen Spurenstoffe
(Mikroverunreinigungen) wird in einer zusätzlichen Methode behandelt
werden, wenn die gesetzlichen Vorgaben (GSchV Anhang 2)
angepasst sind. Im Rahmen der Strategie des BAFU zur Reduktion der organischen
Spurenstoffe aus der Siedlungsentwässerung werden diese Anpassungen
notwenig.
Die vorliegende Publikation macht zudem Vorschläge für die numerische
Konkretisierung von Anforderungen, im Folgenden auch Zielvorgaben genannt,
die in der GSchV nur verbal festgelegt sind. Diese zusätzlichen Zielvorgaben
sind als Empfehlung gedacht. Falls die kantonale Fachbehörde nachweist,
dass andere Werte für diese Zielvorgaben ebenfalls einem rechtskonformen
Vollzug entsprechen, kann sie deshalb davon abweichen.
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Download
des Moduls Chemisch-physikalische Erhebungen, Nährstoffe
Liechti
Paul 2010: Methoden zur Untersuchung und Beurteilung der
Fliessgewässer. Chemisch-physikalische Erhebungen, Nährstoffe.
Umwelt-Vollzug Nr. 1005. Bundesamt für Umwelt, Bern. 44 S.
(PDF,
ca. 0.74 MB) |
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